Quarz-Objektträger: Warum ich für UV-Fluoreszenz nie wieder Glas nehme
Quarz-Objektträger: Warum ich für UV-Fluoreszenz nie wieder Glas nehme
Drei Jahre lang habe ich DAPI-Färbungen auf normalen Glasobjektträgern gemacht. 800 ms Belichtungszeit. Dann hat mir ein Kollege einen Quarz-Objektträger in die Hand gedrückt. 350 ms. Ich dachte, ich hätte mich vermessen. Hier ist, was Quarz wirklich bringt — und wann Glas völlig ausreicht.
UV-Transmission: Der entscheidende Unterschied
Normales Kalk-Natron-Glas blockiert UV-Licht unter 300 nm nahezu vollständig. Quarz ist bis 190 nm transparent. Für DAPI (358 nm), Hoechst (350 nm) oder Indo-1 (340 nm) macht das 30–40 % mehr Anregungslicht am Präparat. Kürzere Belichtungszeit, weniger Phototoxizität, besseres Signal-Rausch-Verhältnis — und das alles nur durch einen anderen Objektträger.
Planparallelität und hohe NA
Quarz-Objektträger haben eine Ebenheitstoleranz von ±1–2 μm, Standardglas ±5 μm. Mit einem 100× Öl-Objektiv (NA 1.4, Schärfentiefe <0.2 μm) ist der Unterschied sofort sichtbar: Das gesamte Sehfeld ist scharf, nicht nur die Mitte.
Wann sich Quarz lohnt
| Anwendung | Material |
|---|---|
| UV-Fluoreszenz (DAPI, Fura-2) | Quarz |
| Konfokal / Hoch-NA | Quarz |
| Lebendzell-Zeitraffer | Quarz (weniger Phototoxizität) |
| HE-Färbung / Routine-Histologie | Glas — kein Unterschied |
Fazit: Eine Packung Quarz-Objektträger für die wichtigen Experimente, Glas für den Alltag. So mache ich es.
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